blickwechsel

toleranz an sich ist ein schwieriges konzept
& ob ueberhaupt geeignet fuer den umgang
hinsichtlich eines ergo sozusagen leitbildes
miteinander halte zumindest ich eher recht
fuer fraglich denn gehen wir in die deutung
beziehungsweise bedeutung naemlich sprich
von lateinisch tolerare haben wir aushalten
erdulden ertragen was fuer mich impliziert
mal abgesehen von seinem negativen klang
wir betrachten uns als so krass autorisierte
dass es uns obliege unglaublich weit ueber
uns persoenlich & selbst hinaus nachhaltig
zu entscheiden welche ereignisse menschen
& gegebenheiten verhaltensmuster ideale
religionen bis weltanschaungen et cetera
et cetera et cetera ad infinitum & noch weiter
wir wirklich wahrhaft um uns rum haben moechten
sowie dies nebenbei welche wir implizit explizit
bekaempfen wollen
& zwar
just kategorisch aus dem ursprung
des wortes heraus
obwohl sie uns schon
mehr oder minder empfindlich stoeren irritieren
& so fort
das heiszt wir demonstrieren darin eigentlich
maximal unsere erbaermliche auf blanker
arroganz fuszende hybris
uns auf einer ueberlegenen position zu waehnen
wir seien jene die saemtliche systeme bestimmten
welche wir via machtmissbrauch aggressiv
fortwaehrend progressiv zu festigen suchen
& demgegenueber bleibe vielleicht nur
der hoffentlich nicht verlogene ansatz
mit allen mitteln zu schauen
anderen moeglichst wenig
unangenehm zur last zu fallen
also weniger auf sie
& staerker auf
das eigene
verhalten
zu achten
Text: Blumenleere
Beitragsfoto: Geralt Altmann auf Pixabay

blumenleere: poetisch kreativer schaffensspielraum der persona blumenleere
veroeffentlichungen, uebersicht hier:
https://www.literaturport.de/lexikon/persona-blumenleere/
www.blumenleere.de
www.blumenleeretraeume.de
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